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Ein Hufeisen für den Dobson Drucken E-Mail

Eine motorisch nachgeführte parallaktische Hufeisen-Montierung aus Holz für einen Meade 12“ LightBridge Gitterrohr-Tubus
Von Norbert Lichte

Ein LightBridge Gitterrohr-Dobson bietet viel Öffnung für wenig Geld, attraktives Design und bei akzeptablem Gewicht ein hohes Maß an Mobilität. Er hat jedoch, wie alle preiswerten Dobsons, den Nachteil einer azimutalen Montierung ohne Nachführung. Dem Autor ist es mit seiner selbst konstruierten und gebauten parallaktischen Hufeisenmontierung gelungen, diesen Nachteil zu beseitigen, ohne dabei die Vorteile einzubüßen. Herausgekommen ist ein bezahlbares, Aufsehen erregendes Teleskop, das alle Voraussetzungen für ungetrübten Beobachtungsgenuss mitbringt und auf dem ITV 2009 prämiert wurde.

Mit der hier vorgestellten Montierung habe ich mir den lange gehegten Wunsch erfüllt, ein Teleskop wie das NGT 12,5 von JMI zu besitzen, jedoch zu einem Bruchteil der Kosten. Dank eines gebraucht erworbenen neuwertigen 12“ LightBridge Deluxe und eines vorhandenen Nachführmotors mit Steuerung von einer EQ-3 Montierung, musste ich für das Teleskop mit Montierung nicht mehr ausgeben, als ein neuer 12“ LightBridge Deluxe Dobson gekostet hätte. Der Preis für ein neues NGT 12,5 beträgt mehr als das 5- Fache.

Bei der Konstruktion standen die Aspekte „so einfach wie möglich“ und „so kostengünstig wie möglich“ im Vordergrund. Professionelles CNC-Fräsen bzw. Wasserstrahlschneiden schieden deshalb aus Kostengründen ebenso aus wie elektronische Suchhilfen. Nicht zuletzt musste auch dem bescheidenen Maschinenpark eines Heimwerkers Rechnung getragen werden.

Das Ergebnis kann sich gleichwohl sehen lassen. Beim First Light im April 2009 war bei 250-facher Vergrößerung ein wunderschöner Saturn zu sehen, der sich trotz ungenauer Polausrichtung nach 30 Minuten nur wenig aus dem Zentrum des Okulars heraus bewegt hat. Was noch fehlt, ist ein passendes Polsucher-Fernrohr. Das Teleskop ist für die visuelle Beobachtung konzipiert. Erfahrungen bezüglich Astrofotografie existieren momentan noch nicht. Bei genauer Polausrichtung müssten aber Belichtungszeiten bis zu 30 Sekunden möglich sein.

 

Die komplette Anleitung könnt Ihr hier als PDF herunterladen.

Vielen Danke Norbert Lichte, der uns die Anleitung und Bilder zu Verfügung gestellt hat.

Wer mehr über die Montierung erfahren will kann Herrn Lichte auch auf der AME 2009 besuchen. Er wird die Montierung dort ausstellen und alle Fragen gerne beantworten.